AN MEINE LESER


Es fing damit an, daß ich die Links in Werbeka Netshop kontrollierte. Wie gewöhnlich waren viele davon schon veraltet, obwohl seit der letzten Kontrolle nur ein halbes Jahr vergangen war. Besonders berührte es mich, daß die Links zur griechischen Mythologie in meinem online-Buch "Vor 100 Generationen" nicht mehr funktionierten.
Die wollte ich aber absolut dabei haben, weil sie in der Welt der Antike doch eine so zentrale Rolle spielen. Sollte ich aber jetzt neue suchen, würde das eine Weile dauern, und dann hätte ich noch immer keine Garantie dafür, daß nicht auch die neuen Links bald wieder brechen würden.
Außerdem merkte ich bei einem schnellen Suchen am Netz, daß noch immer fast alles Material nur auf Englisch vorlag.
Da kam mir der Gedanke: ich schreibe selbst über die griechische Mythologie, auf Schwedisch und Deutsch, und baue meine eigenen Links. Da kann ich wenigstens sicher sein, daß sie halten.

Als ich den Aufbau plante, wollte ich gern die Verwandtschaft der Götter übersichtlich gestalten, weil das ein Gebiet war, auf dem ich selbst noch viel zu lernen hatte.
Nun merkt ich aber alsbald, daß die Bürokratie zu jener Zeit noch nicht so allumfassend war, wie heutzutage. Das mag ein Vorteil gewesen sein, aber es führte auch dazu, daß ich jetzt mit Göttern dastand, die mehrere mögliche Eltern hatten. Nachdem nach so langer Zeit vermutlich nicht einmal DNA-Tests ganz zuverlässig sind, begnüge ich mich damit, die verschiedenen Versionen mit eingeklammerten Ziffern nach den Namen anzugeben.
Ja, Namen! Meine Quellen rinnen ja aus verschidenen Sprachen, und gerade die Namen sind sprachenspezifisch verändert. Der Gott der Schmiede z.B., nennt sich Hephaistos - Hephaestus - Hefaistos auf respektive Deutsch-Englisch-Schwedisch. Sollte mir irgendeine ausländische Namensform durchgerutscht sein, bitte ich um Vergebung.

Auch der Mythos kann in verschiedenen Variationen vorliegen, je nachdem wer ihn niedergeschrieben hat. Ich versuche der Mehrheit meiner Quellen zu folgen, beziehungsweise die verschiedenen Abarten aufzuzeichnen.
Dann ist es ja so, daß, wenn man ein solches Projekt beginnt, man gern versuchen will, sich selbst zu der Schar der Unsterblichen zu erheben. Eine Art davon kann ja sein, eigenes Material zu produzieren. (Jaja... ich weiß schon, aber lassen Sie mich doch ein wenig träumen!)
Außer direkt auf meine Quellen zurückzugreifen, was Verwandtschaft und Mythen betrifft, habe ich unter der Rubrik "Drehbuch" der Götter eigene Gedanken und Gefühle wiedergegeben, der Inspiration der Musen folgend. Auch wenn dieser Teil natürlich ebenfalls auf den Mythos zurückzuführen ist, ist die Darstellung darin ziemlich frei entstanden.
In einigen Fällen habe ich auch einen Kommentar dazugefügt und manchmal habe ich versucht, den Text mit einigen Bildern zu lockern, wenn ich welche gefunden habe. Diese sind in den meisten Fällen aus Platzgründen ziemlich stark komprimiert, aber der Sinn ist ja, wie gesagt, in erster Linie die Illustration - und nicht der Bilder künstlerischen Wert darzustellen. Es gibt sicher Bilder in größerem Format und mit besseren graphischen Lösungen am Netz zu finden. Aber wenn ich jemand dazu stimulieren kann, selbst ein Bild zu suchen, dann ist mir ja geradezu eine multikulturelle Tat gelungen....

Ein Wort zum Copyright, bevor ich aufhöre. Ich bin unbedingt dafür, das Copyright einzuhalten, ich bin ja selbst für alle möglichen Werke zuständig. Aber 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers sind seine Werke frei, das heißt ein Bild von Rembrandt muß genauso ein allgemeinkulturelles Gut sein, wie ein Gedicht von Goethe, unabgesehen davon, was Museen oder Herausgeber von Kunstbüchern für Eigeninteresse haben. Alle von mir verwendeten Bilder halten mit Abstand obigen Zeitraum ein. Ich habe auch alle selbst digitalisiert, weil ich vermeiden will, am Netz etwas zu stehlen - und konsequent zu oben Gesagtem nehme ich Abstand von jedem Anspruch darauf, sondern gebe sie der "public domain" frei.

Damit ist wohl das meiste erklärt, was überbleibt, ist Ihnen viel Vergnügen bei den Unsterblichen zu wünschen.


Bernhard Kauntz, Västerås im März 1998
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