HEPHAISTOS


Personalien:
Vater: Zeus
Mutter: Hera
Gattin: Aphrodite

"Tatsachen":
Gott des Feuers und der Schmiede. Sein römischer Name war Volcanus. Er erzeugte die Donnerbolzen, die Zeus verwendete, sowie Achilles Waffen und Agamemnons Zepter. Er war keine Schönheit und außerdem hinkte er - aber er war ein friedliebender und freundlicher Gott, der wegen seiner Handwerkskunst verehrt wurde. Hephaistos dürfte seinen Ursprung als Vulkangott in Kleinasien gehabt haben.
Mythos:
Es gibt zwei verschiedene Versionen, die das Hinken von Hephaistos erklären. Die eine besagt, daß er den Makel von Geburt an hatte und daß Hera ihn aus Abscheu deshalb ins Meer warf, aus dem er von Thetis und Eurynome errettet wurde. In der zweiten Version wurde er ebenfalls vom Olymp geworfen, doch diesmal von Zeus im Zorn, weil Hephaistos bei einem Familienstreit die Partei Heras ergriffen hatte. Er fiel dann auf die Insel Lemnos und brach beim Sturz beide Beine, wobei das eine gelähmt verblieb.
Drehbuch:
Hephaistos, betrübt, aber auch erzürnt, sitzt auf einem Himmelsbett.
- Ja, ich habe es wohl schon eine Weile geahnt... Aber es ist trotzdem zum Schreien. Und daß ich es auch noch von Hermes erfahren mußte! Es hat ihm wahrscheinlich Spaß gemacht, mir alles erzählen zu können. Typisch, daß alle anderen davon wissen, bevor man es selbst erfährt!
Aphro! Meine Aphro! Warum hast Du mir das angetan? Ich weiß ja, daß ich nicht der Schönste der Welt bin, aber wir hatten doch auch Spaß miteinander - und Feuer entfachen ist ja außerdem meine Spezialität. Aber klar, ist man mit einer Liebesgöttin verheiratet, dann kann es einen ja nicht wundern, wenn sie ihrem Ruf nachkommt. Aber wenn es wenigstens ein anderer gewesen wäre! Am meisten ärgert mich, daß sie mich mit Ares betrügt. Mit diesem widerlichen Kriegshetzer! Der ist doch so weit weg von allem was Liebe heißt, wie man nur sein kann!
Und in unserem eigenen Bett noch dazu! Aber - warte, ich habe gerade eine Idee! Ich werde ihnen zeigen, daß man nicht einmal Hephaistos ungestraft betrügen kann! Wenn ich ein Netz schmiede, das ich unter der Matratze verstecke, dann kann ich die Verkleidung der Bettpfeiler benützen, um die Ketten zu verstecken, die ich zum Betthimmel hinaufführe. Dort befestige ich sie mit einem Riegel, der auslöst, wenn auf der Matratze zuviel Bewegung herrscht. Ganz richtig! Ha! Dann klappt das Netz zusammen - und drinnen zappeln die beiden Bösewichter...
Und dann werden wir sehen, wen Hermes am lautesten auslacht!

Bernhard Kauntz, Västerås 1998
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